27/03/2025 0 Kommentare
Rolliprojekt 2025 findet seine Fortsetzung in Frankfurt: Grenzen erfahren, Barrieren abbauen
Rolliprojekt 2025 findet seine Fortsetzung in Frankfurt: Grenzen erfahren, Barrieren abbauen
# Rückblick

Rolliprojekt 2025 findet seine Fortsetzung in Frankfurt: Grenzen erfahren, Barrieren abbauen

„Warum geht die blöde Tür nicht auf?“ – Diese Frage tauchte mehr als einmal auf, als die Kinder im Frankfurter Zoo mit Rolltühlen in Begleitung von Torsten, Kathrin, Tim und Torben und Pfarrer Würfel unterwegs waren. Ein Türgriff, der unerreichbar scheint, ein Spielplatz, der nicht genutzt werden kann, oder der Streichelzoo, der für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich ist – plötzlich wurde aus einem ganz normalen Zoobesuch eine Herausforderung mit ungewohnten Hürden.

Doch genau darum geht es beim Rolliprojekt: Barrieren nicht nur zu sehen, sondern zu erleben. Nach dem Vormittag im Zoo folgte am Nachmittag die Begegnung mit den Kindern des RSC Frankfurt in der Sporthalle der BG Unfallklinik. Sie sitzen selbst im Rollstuhl und ermöglichten den Teilnehmenden einen Einblick in ihren Alltag. Mit viel Geduld erklärten sie, welche Besonderheiten ihre Rollstühle aufweisen oder wie man sich geschickt durch einen Parcours bewegt. Immer wieder wurde deutlich, wie selbstverständlich sie mit dem Rollstuhl umgehen – selbst Tanzen ist darin kein Problem. „Ich hab vorher nie drüber nachgedacht, dass Rollstuhlfahren so anstrengend sein kann.", meinte eine Teilnehmerin nachdenklich. Das Projekt setzt genau hier an:

Barrieren abbauen – nicht nur bauliche, sondern auch die in den Köpfen. Inklusion bedeutet, Menschen in ihrer ganzen Vielfalt wahrzunehmen und gemeinsam Lösungen zu finden, die allen gerecht werden. Und das ist keine neue Idee: Jesus hätte es ganz genauso gemacht. Dankbarkeit bleibt am Ende dieser beiden Tage, die in diesem Jahr erstmalig von der „Aktion Mensch“ gefördert und von Kirchengemeinderat Torsten Guldenschuh zusammen mit seinem Team erneut so toll organisiert wurden – dankbar für die Erfahrungen, die neuen Perspektiven und die Begegnungen, die gezeigt haben, dass eine offene, tolerante Gesellschaft bei jedem Einzelnen beginnt.
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