Weltgebetstag 2025

Weltgebetstag 2025

Weltgebetstag 2025

# Rückblick

Weltgebetstag 2025

Am ersten Freitag im März, dem Weltgebetstag, kamen auch dieses Jahr wieder Menschen rund um den ganzen Globus zusammen, um gemeinsam zu beten, zu singen und Geschichten der vorbereitenden Gruppe von Christinnen zu hören. Dieses Jahr kam die Ordnung von den Cook-Inseln. In Kirchfeld am Nachmittag und in St. Judas Thaddäus am Abend wurde nicht nur die Schönheit dieser pazifischen Inselgruppe spürbar, sondern auch die Herausforderungen, mit denen die Menschen dort täglich konfrontiert sind.

„Jeder Mensch ist wunderbar gemacht“ 

Im Mittelpunkt der Feier stand die biblische Zusage aus Psalm 139: „Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin.“ Diese Worte sind ein starkes Bekenntnis zur Würde jedes Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Lebensumständen. Sie ermutigen dazu, sich nicht nur als Geschöpf Gottes zu sehen, sondern auch Verantwortung für die Schöpfung und die Mitmenschen zu übernehmen.

Zwischen Paradies und Bedrohung

Die Cook-Inseln sind für ihre traumhaften Strände, ihre bunte Unterwasserwelt und die herzliche Kultur bekannt. Doch während das Paradies auf den ersten Blick unberührt scheint, machen sich die Folgen des Klimawandels immer stärker bemerkbar. Steigender Meeresspiegel, extreme Wetterereignisse und die Zerstörung von Korallenriffen bedrohen das fragile Ökosystem und damit auch die Lebensgrundlage vieler Menschen. Eine große Bedrohung ist der von der Regierung angestrebte Tiefseebergbau. Die Mehrheit der Bevölkerung, die in der Maoritradition steht und ein enges Verhältnis zu Land, Luft und Ozean hat, lehnt ihn ab und will das Ökosystem des Meeres geschützt wissen. Gleichzeitig kämpfen Frauen dort – wie an vielen Orten der Welt – für Gleichberechtigung, gegen häusliche Gewalt und gesellschaftliche Anerkennung. Der Weltgebetstag ruft dazu auf, nicht wegzuschauen, sondern sich solidarisch zu zeigen und die Anliegen der Menschen auf den Cook-Inseln mitzutragen. Getreu dem Motto: betend handeln - informiert beten.

Ein besonderes Gemeinschaftserlebnis

Die Kirchen und Gemeindehäuser waren liebevoll mit farbenfroher Dekoration geschmückt, die in Judas Thaddäus von Konfirmandinnen und Konfirmanden und in Kirchfeld von Frauen aus der Gemeinde vorbereitet worden war und an die tropische Natur der Cook-Inseln erinnerte. In St. Judas Thaddäus wurde der Gottesdienst vom Elternchor des Kindergartens St. Heinrich und Kunigunde begleitet, der mit Liedern aus der Gottesdienstordnung für eine festliche Atmosphäre sorgte. Nach dem Gottesdienst gab es ein gemütliches Beisammensein, das nicht nur Gelegenheit zum Austausch bot, sondern auch kulinarische Einblicke in die Inselwelt ermöglichte: Obstspieße, Kokoskuchen und weitere Leckereien luden dazu ein, die Eindrücke des Abends nachklingen zu lassen. In Kirchfeld luden Kaffee, Kokoschips in geschnitzten Kokosschalen, Orchideenblüten und Hefezopf zu Gespräch und Begegnung ein. Ein Großteil der Gottesdienstbesucherinnen war der sich an den Gottesdienst anschließenden Einladung gefolgt. Um diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnten, nicht auszuschließen, wurden Gottesdienstordnung, Karte und Blüte nach Hause gebracht. In beiden Gottesdiensten trug die Kollekte zur Unterstützung von Mädchen- und Frauenprojekten weltweit bei.

Ein Tag, der nachwirkt

Der Weltgebetstag 2025 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, über den eigenen Horizont hinauszublicken und sich mit den Geschichten und Sorgen von Menschen weltweit zu verbinden. Die Botschaft des Tages soll nicht nur an diesem einen Tag im Jahr gelten, sondern ins Herz geschrieben bleiben: Jeder Mensch ist wunderbar gemacht – und wir sind dazu berufen, füreinander einzustehen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen besonderen Tag mitgestaltet und zu einem eindrucksvollen Erlebnis gemacht haben!

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